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Personen
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Ju, unse Äberlausitz labt!
Se lacht uns oaa aus oalln Eckn.
Und wenn mir'ch o ne dicke tun,
nee, nee, mir brauchn'ch ne versteckn.
Herbert Andert
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August Matthes wurde am 29. Oktober 1854 in Wehrsdorf geboren. Er entstammte einer Leineweber- familie. Im Alter von elf Jahren verlor er seine Mutter und wuchs fortan bei der Oma auf. Diese war eine geborene Böhme, mundartlich gesprochen "Bihme". Im Dorf hieß er einfach Böhm's Kerle, wodurch die Zuordnung seiner Herkunft bezeichnet wurde. (Vergleichend lässt sich hier anführen, dass "Böhmen", heutiges Tschechien, also "das Böhmische", in der Oberlausitz als "das Bihm'sche" bezeichnet wird.)
August Matthes besuchte die Wehrsdorfer Dorfschule und arbeitete danach im Ort ein Jahr als Handweber. Zwischen 1870 bis 1876 besuchte er das Lehrerseminar (Landstädtisches Seminar) in Bautzen. Danach ging er als Hilfslehrer nach Olbersdorf und Waltersdorf. In Zittau wirkte August Matthes von 1879 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1920 als Volksschullehrer und Oberlehrer. Während dieser Zeit machte er sich in damals unvergleichliche Weise um die Erforschung der oberlausitzer Mundart verdient. Er verfasste selbst zahlreiche Gedichte und Geschichten, die auf humorvolle Art das damalige Volksleben in der Gegend widerspiegeln. Unterdessen erkrankte er schwer an einer Lungentuberkulose.
Bei einer Gemeinschaftsarbeit mit dem Zittauer Zeitungsredakteur Johannes Müller, der sich als Dichter Hans Hagen nannte, ersann man den Namen Bihms Korle. Unter diesem Pseudonym, später Bihms Koarle, wurde August Matthes als Heimatdichter bekannt.
Seine Arbeit war wegweisend für die Schreibung der Mundart in der Oberlausitz und die Wahrung des Sprachgutes. Durch seine Verse und Texte in Oberlausitzer Mundart setzt er der Volksmundart ein Denkmal. In seinen Versen und Texten bleibt das damalige Volkslebens der Nachwelt erhalten.
Einige Werke von August Matthes wurden unter dem Titel "Fuhre Kraut und Rüben" als Bücher aufgelegt. 1909 erschien die "Erste Fuhre Kraut und Rüben", 1916 die "Zweite Fuhre …" und 1927 die "Dritte Fuhre …". Die "Vierte Fuhre …" konnte er nicht mehr vollenden.
August Matthes starb im Alter von 82 Jahren am 29. Januar 1937 in Zittau.
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