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Stadtbilder



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Der Aufstieg von der Stadt auf den Berg führt durch den Friedenshain
Siegessäule Siegessäule ... SIEGESSÄULE ...

Ans Vaterland,
ans teure schließ dich an.
Das halte fest,
mit deinem ganzen Herzen.
Hier sind die starken Wurzeln
deiner Kraft.

Aus Schillers "Wilhelm Tell"
Der Obelisk kündet seit dem 2. September 1895 vom Sieg des deutschen Heeres über die französischen Truppen 1870 bei Sedan, wodurch der Weg für ein einheitliches deutsches Kaiserreich frei wurde. Seit dieser ereignisreichen Schlacht zelebrierten die Deutschen bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges ihren Nationalfeiertag, der nach dem Ort des Kampfes auch "Sedanstag" benannt wurde.
Als ewige Erinnerung an den ruhmreichen Sieg wurde zum 25. Jahrestag des Ereignisses am Fuße des Hausberges ein Kriegerdenkmal, die sogenannte Siegessäule, eingeweiht. Die Feierlichkeiten zogen sich über drei Tage hin und begannen bereist am 31. August 1895. Die dem damaligen Zeitgeist entsprechende heroische und patriotische Weiherede hielt Herr Primarius Dr. Katzer am 02.09.1895. Dem Weiheakt folgte eine ausgiebige Feier an der nahegelegenen Schießwiese bis in den Abend.

Die Idee ein Ehrenmal zu errichten bestand schon viele Jahre. Mangels Geld und Streit über Aufstellungsort und Ausführung musste man anderen Gemeinden nachstehen, die bereits entsprechende Erinnerungsstätten hatten. Schließlich setzte sich der Vorschlag von Bürgermeister Mücklisch, der auch Vorsitzender des Denkmal-Komitees war, durch, einen Siegeshain am damals sogenannten "Langen Rain" mit Säule anzulegen. Damit sollte auch der Berg unmittelbarer mit der Stadt verbunden werden. Für den Entwurf und die Anlage engagierte die Stadt Gartenbaudirektor Sperling aus Görlitz. Die Hauptbepflanzung des Parkes begann 1896.
zum Friedenshain
am "Eingang"
Friedenshain Festivalblume
an der Festivalblume
Den frisch bepflanzten Park übergab Sperling Mitte Juni 1896 dem Stadtgärtner Halfter "für die Zukunft ... der fleißigsten und wachsamsten Pflege und Beaufsichtigung".
In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich der Park zur vollen Schönheit. Er überstand beide Weltkriege fast unbeschadet. Nach den politischen Veränderungen im Osten des Landes sollte nichts mehr an 'glorreiche' deutsche Zeiten erinnern. So wurde 1946 aus dem Siegeshain der Friedenshain.
1984 übergaben Bürger- meister Rainer Simmang und der Rat der Stadt der Gartenbaumeisterin Frau Schönlebe den Stadtpark in persönliche Pflege. Sie vermaß das gesamte Areal und orientierte sich an alten Plänen des früheren Park- gestalters Sperling. Offiziers- schüler räumten in über 4000 Arbeitsstunden Äste und Baumwurzeln beiseite. Sie erhoben das Objekt zu ihrem FDJ-Auftrag. Im unteren Teil beim ehemaligen Kaiser- Wilhelm-Denkmal legten sie die große Festivalblume an. Im gleichen Jahr wurden neue Rhododenren und die ersten Linden zur Neuaufforstung geplanzt.
Im Mai 1986 schufen 19 Volkskünstler während einer Werkstattwoche des Bezirks- kabinetts für Kulturarbeit Dresden Plastiken aus Holz. Diese verleihen dem Friedenshain seither zusätz- lich ein kunstvolles Ambiente.
Neben dem Erholungswert ist eine gepflegte Anlage gleichfalls unverzichtbar für das ökologische Gleich- gewicht.
Botanische Kostbarkeiten sind z. B. die Blutbuchen, der große Silberahorn und die pyramidal wachsende Ulme.
Quelle: Löbauer Stadtjournal, Ausgaben 09/05 und 08/06
Friedenshain Festivalblume
Festivalblume
Friedenshain Festivalblume
Festivalblume
Friedenhshain
Wanderweg im ...
Friedenhshain
... Jahreswechsel
Flötenspieler
Flötenspieler
Blutbuche
Blutbuche
Rodelbahn
Rodelbahn
Seit Januar 2007 ist mit der Einweihung des zweiten Abschnitts der Rodelbahn diese wieder vollständig befahrbar. Der erste Abschnitt wurde ein Jahr zuvor eingeweiht. Neben der von Wildwuchs und Steinen befreiten und wieder aufgebauten Piste verläuft parallel ein Wanderweg. Das Starterhäuschen in der Nähe des früheren Startpunktes am Fuße des Gusseisernen Turmes wurde aus noch verwertbarem Holz vom Abriss der ehemaligen Malzfabrik und des Kornhauses gebaut.
Die 1,5 km lange Fahrt vom Turm, vorbei am Honigbrunnen bis ins Tal gehörte schon vor 100 Jahren zu den längsten Naturrodelbahnen in Ostsachsen.
Schutzhütte und Brunnen
Schutzhütte und Brunnen
Honigbrunnen und Funkmast
Honigbrunnen (links) und Funkmast
Löbau Ost am Fuße des Berges
Löbau Ost am Fuße des Berges (erbaut 1984)
Blick durch die Brücke
Blick durch die Brücke der Umgehungsstraße B 178
Blick aus Richtung Görlitz
Blick von der B 6 aus Richtung Görlitz
Blick aus Richtung Bautzen
Blick von der B 6 aus Richtung Bautzen

Seit 1989 besteht ein Naturlehrpfad mit einer Gesamtlänge von 4,5 km. Gemeinsam mit dem Ringweg bildet er eine interessante Wanderstrecke.
Im Sommer 2007 ist erstmalig ein Wanderplan über den Löbauer Berg erschienen. Darin sind auch alle Sehenswürdigkeiten des Berges eingezeichnet.


 
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