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Stadtbilder



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Bahnhof
Bahnhofstraße
Bahnhof Bahnhof
Postkarte 1965

Postkrte 1980
Der Bahnhof wurde 1844 bis 1847 erbaut. 1846 traf der erste Zug aus Bautzen ein. 1848 wurde die Eisenbahnlinie Zittau - Löbau in Betrieb genommen.
Eine umfassende Renovierung erfolgte 1992/1993.
Der kleine Bau des Taxiunternehmens (Postkarte 1965 links) wurde umgesetzt und befindet sich heute dort, wo einst grüne Hecken die Fahrgäste begrüßten (Postkarte 1980).

 

Geschwister-Scholl-Gymnasium
Pestalozzistraße
Gymnasium Gymnasium Das heutige Gymnasium befindet sich im Hause des ehemaligen Königlichen Lehrerseminars von 1876.
Das A-Gebäude (Bild rechts) wurde 1998 vollständig saniert.

 

Schild Pestalozzischule
Pestalozzistraße
Nach dem Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi (1746 - 1827) sind die meisten sächsischen Schulen benannt.
Pestalozzischule Pestalozzischule Pestalozzischule
Pestalozzischule Pestalozzischule

 

Kreismusikschule
Johannisstraße
Musikschule

 

Museum
Johannisstraße
Museum Museum Oberlausitzer Sechsstädte- bund- und Handwerks- museum Löbau

Bedeutendstes Exponat ist der Pokal des Sechsstädte- bundes. Er wurde 1680 in Haida (Böhmen) gefertigt.

 

Haus Schlockwerder
Altmarkt
Haus Schlockwerder Christian Schlockwerder (Leinwarenhändler, 1672 - 1751) ließ das Haus Altmarkt 16 nach dem Stadtbrand 1710 um 1712 neu aufbauen. Es blieb bis 1857 Handelshaus. 1872 wurde es mit veränderter Fassade zum Bankgebäude umgebaut.
Durch seine Erfahrungen aus dem Kramen, der eigenen Materialwarenhandlung und dem Leinwand-Fernhandel konnte Schlockwerder der Löbauer Handelssocietät beitreten. Er war Mitglied des Löbauer Rates.

 

Stadthaus "Goldenes Schiff"
Altmarkt
Stadthaus Im Jahr 1502 besaß Peter Slaser das Haus, 1690 gehörte es dem Töpfer Hanß Georg Rothe. Beim Stadtbrand 1710 brannte das Gebäude bis auf die Grundmauern ab. Als ehemaliges Handelshaus wurde es 1733 vom Leinwandhändler Christian Schlenker und seinem Schwiegersohn Michael Lucke wieder neu aufgebaut. 1767 kaufte der Leinwandhändler Samuel Benjamin Mühle das Stadthaus. Ein goldenes Schiff an der Fassade erinnert noch heute an den Außen- und Überseehandel. 1811 erwarb Ehregott Kotsch das Haus und baute das barocke Gebäude als Hotel und Gasthof "Zum goldenen Schiff" um. Vom neuen Besitzer Vogt wurde der Gasthof ab 1893 weitergeführt. Seit 1921 ist das Grundstück im Besitz der Stadt; das Haus wird seither als Verwaltungsgebäude genutzt.
Johanniskirche
Johannisstraße
Johanniskirche
Johanniskirche Die Johanniskirche zählt zu den ältesten Bauwerken in Löbau.

Erstmals erwähnt wurde sie 1336 als Klosterkirche des Franziskanerordens. Die Weihe zu "Sankt Johannis" wurde durch Bischof Witogo II zu Meißen vollzogen. Später wurde sie Bürgern, vorwiegend Wenden, zur Nutzung übergeben und als wendische Kirche weitergeführt. 1565 bekam die Stadt das Klostergebäude geschenkt und baute 1855 das jetzige Gebäude (die ehemalige Preuskerschule) auf. In den Fundamenten befinden sich Mauerreste des Klosters. Der Name Johanniskirche erschien 1667, nachdem die Kirche nach einem weiteren Stadtbrand gründlich erneuert worden war. Im Siebenjährigen Krieg diente sie als Garnisonskirche.
Bis 1966 wurden in der Kirche evangelische Gottesdienste und Feierlichkeiten durchgeführt. Danach driftete sie bis zur Wende ein Dasein als verpachteter Lagerraum. Im Jahre 1994 wurde die Johanniskirche in kommunales Eigentum der Stadt übertragen. Das Gebäude wurde von 1996 bis 2001 einer vollständigen Sanierung unterzogen und zum "Kulturzentrum des Sechsstädtebundes der Euroregion Neiße" umgebaut.
Technisches Rathaus
(ehemalige Preuskerschule)

Johannisstraße
Technisches Rathaus Bis 1995 war im Gebäude eine Förderschule untergebracht, die 1983 als Hilfsschule eingerichtet wurde.
Die Schultradition lässt sich bis ins 16. Jahrhundert nachvollziehen. Das auf dem Grund des früheren Franziskanerklosters errichtete Gebäude übergab der König des Klosters Maximillian II. 1564 an die Stadt, die es als Schule nutzen sollte. Im Jahre 1743 wurde die Stadtschule in ein Lyzeum umgewandelt. Es gab Klassen für Kaufleute und zur Vorbereitung eines Studiums. 1818 erfolgt die Umwandlung in eine Bürgerschule.
In seiner jetzigen Form wurde das Gebäude 1854/55 in Betrieb genommen.
Der Umbau zum Technischen Rathaus begann 1998 und wurde 2004 abgeschlossen. Dabei wurde das Erdgeschoss zum Stadtarchiv umgestaltet.



Die Namensgebung in "Preuskerschule" fand im Jahre 1920 statt. Carl Benjamin Preusker war ein Löbauer Gelehrter, der sich für das Bibliothekswesen, Museen und die Altertumsforschung einsetzte.
Carl Benjamin Preusker
Villa "Sandt"
Vills Sandt Vills Sandt Vills Sandt
Die Initialen "J. S." stehen für Carl Julius Sandt (1856 - 1928). Er war Direktor der Brauerei und Förderer der Stadt Löbau.

Julius Sandt war seit 1875 in der Brauerei Löbau tätig; seit 1879 oblag ihm die Geschäftsleitung. Er gehörte dem Sparkassenausschuss (1890 - 1898) und dem Schulausschuss (1899 - 1905) an. Ferner gründtete Sandt 1890 die Actien-Malzfabrik Löbau auf der heutigen Fichtestraße. Ab 1896 betrieb er die "Sächsisch-Schlesische Kohlensäure Industrie G.m.b.H.". Seit 1906 war Julius Sandt Stadtverordneter.
Sandt baute die Löbauer Bank mit auf und war 1892 bis 1919 Aufsichtsratsmitglied, von 1915 bis 1919 als Vorsitzender.
Ab 1891 arbeitete Julius Sandt im Komitee der Löbauer Kriegervereine mit, die die Errichtung eines Denkmals anregten. Auf Initiative Sandts soll später das Kaiser-Wilhelm-Denkmal am heutigen Friedenshain errichtet worden sein.
Carl Julius Sandt Im Jahre 1894 kam es Dank seines Einsatzes als Vorsteher des Bürgervereins zur Gründung eines Museums. Er wurde dessen Vorsitzender und leitete es bis zu seinem Tode.
1918 rief Sandt eine Stiftung ins Leben, die jungen Leuten mit Interesse für Stenografie galt. Die Errichtung des am 23.10.1927 eingeweihten Kriegerehrenmals am Löbauer Berg für die Gefallenen im I. Weltkrieg war seiner Initiative zu verdanken.

Auf dem Grundstück des Kohlensäurewerkes bezog Sandt mit seiner Familie 1911 das Haus, das heute als "Villa Sandt" bekannt ist.


 
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