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 Johannisstraße |
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Die Johanniskirche zählt zu den ältesten Bauwerken in Löbau.
Erstmals erwähnt wurde sie 1336 als Klosterkirche des Franziskanerordens. Die Weihe zu "Sankt Johannis" wurde durch Bischof Witogo II zu Meißen vollzogen. Später wurde sie Bürgern, vorwiegend Wenden, zur Nutzung übergeben und als wendische Kirche weitergeführt. 1565 bekam die Stadt das Klostergebäude geschenkt und baute 1855 das jetzige Gebäude (die ehemalige Preuskerschule) auf. In den Fundamenten befinden sich Mauerreste des Klosters. Der Name Johanniskirche erschien 1667, nachdem die Kirche nach einem weiteren Stadtbrand gründlich erneuert worden war. Im Siebenjährigen Krieg diente sie als Garnisonskirche. Bis 1966 wurden in der Kirche evangelische Gottesdienste und Feierlichkeiten durchgeführt. Danach driftete sie bis zur Wende ein Dasein als verpachteter Lagerraum. Im Jahre 1994 wurde die Johanniskirche in kommunales Eigentum der Stadt übertragen. Das Gebäude wurde von 1996 bis 2001 einer vollständigen Sanierung unterzogen und zum "Kulturzentrum des Sechsstädtebundes der Euroregion Neiße" umgebaut. |
Technisches Rathaus (ehemalige Preuskerschule) Johannisstraße |
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Bis 1995 war im Gebäude eine Förderschule untergebracht, die 1983 als Hilfsschule eingerichtet wurde. Die Schultradition lässt sich bis ins 16. Jahrhundert nachvollziehen. Das auf dem Grund des früheren Franziskanerklosters errichtete Gebäude übergab der König des Klosters Maximillian II. 1564 an die Stadt, die es als Schule nutzen sollte.
Im Jahre 1743 wurde die Stadtschule in ein Lyzeum umgewandelt. Es gab Klassen für Kaufleute und zur Vorbereitung eines Studiums. 1818 erfolgt die Umwandlung in eine Bürgerschule.
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In seiner jetzigen Form wurde das Gebäude 1854/55 in Betrieb genommen. Der Umbau zum Technischen Rathaus begann 1998 und wurde 2004 abgeschlossen. Dabei wurde das Erdgeschoss zum Stadtarchiv umgestaltet.
Die Namensgebung in "Preuskerschule" fand im Jahre 1920 statt. Carl Benjamin Preusker war ein Löbauer Gelehrter, der sich für das Bibliothekswesen, Museen und die Altertumsforschung einsetzte. |
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Villa "Sandt"
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Die Initialen "J. S." stehen für Carl Julius Sandt
(1856 - 1928). Er war Direktor der Brauerei und Förderer der Stadt Löbau.
Julius Sandt war seit 1875 in der Brauerei Löbau tätig; seit 1879 oblag ihm die Geschäftsleitung. Er gehörte dem Sparkassenausschuss (1890 - 1898) und dem Schulausschuss (1899 - 1905) an. Ferner gründtete Sandt 1890 die Actien-Malzfabrik Löbau auf der heutigen Fichtestraße. Ab 1896 betrieb er die "Sächsisch-Schlesische Kohlensäure Industrie G.m.b.H.". Seit 1906 war Julius Sandt Stadtverordneter. Sandt baute die Löbauer Bank mit auf und war 1892 bis 1919 Aufsichtsratsmitglied, von 1915 bis 1919 als Vorsitzender. Ab 1891 arbeitete Julius Sandt im Komitee der Löbauer Kriegervereine mit, die die Errichtung eines Denkmals anregten. Auf Initiative Sandts soll später das Kaiser-Wilhelm-Denkmal am heutigen Friedenshain errichtet worden sein. |
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Im Jahre 1894 kam es Dank seines Einsatzes als Vorsteher des Bürgervereins zur Gründung eines Museums. Er wurde dessen Vorsitzender und leitete es bis zu seinem Tode. 1918 rief Sandt eine Stiftung ins Leben, die jungen Leuten mit Interesse für Stenografie galt. Die Errichtung des am 23.10.1927 eingeweihten Kriegerehrenmals am Löbauer Berg für die Gefallenen im I. Weltkrieg war seiner Initiative zu verdanken.
Auf dem Grundstück des Kohlensäurewerkes bezog Sandt mit seiner Familie 1911 das Haus, das heute als "Villa Sandt" bekannt ist. |
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