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Sachsen

 Flagge Sachsen
 

  Die Nennung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge der betreffenden Ortschaften.
 
Seit 2004 gehört der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau zum Weltkulturerbe.
Der Park ist rund 725 ha groß, Wege schlängeln sich über 50 km Länge. Etwa zwei Drittel des Parks liegen auf polnischem Territorium.

Der Bärwalder See wird mit 13 Quadtratkilometern einmal Sachsens größtes Gewässer sein. In den ehemaligen Tagebau floss 1997 das erste Wasser. Der See lässt sich auf einem 25 km langen Rundweg per Rad oder zu Fuß umrunden.

Bischofswerda hat den kleinsten Tierpark Sachsens. Auf 0,75 Hektar haben knapp 400 Tiere in etwa 80 Arten ihr Zuhause. Die 1957 eröffnete Anlage hat den Bären zum Leittier auserkoren.

Das mit 47 Registern größte Orgelwerk aus der Silbermann-Werkstatt in Freiberg wurde für die Katholische Hofkirche Dresden geschaffen. Im Dom zu Feiberg befindet sich eine weitere der noch 30 in Mitteldeutschland existierenden Orgeln.

Die einzige eigenständige Tanzhochschule Deutschlands ist die Palucca-Schule in Dresden. Im Jahre 1925 eröffnete Gret Palucca ihre erste Schule. 1949 wurde die Schule verstaatlicht; 1997 erhielt sie den Hochschulstatus. Der Campus umfasst 4.000 Quadratmeter.

In Dresden ist der älteste deutsche Weihnachtsmarkt ansässig. Im Jahre 1433 fand der erste Markt statt.

In Hoyerswerda befindet sich der drittgrößte Zoo Sachsens. Er erhielt 1997 ein Tropenhaus.

Die Stadt Kamenz richtet im Juni 2006 das erste sächsische Chortreffen aus.

Am Stausee Kleinröhrsdorf ist ein Ferienressort anzutreffen, das seinesgleichen sucht. Der Camping- und Freizeitpark LuxOase gehört zu den wenigen deutschen Fünf-Sterne-Anlagen, die diese Zertifizierung des Deutschen Tourismusverbandes erhielten.

Das Naturschutzgroßprojekt "Lausitzer Seenland" ist das bundesweit einzige in einer Bergbaufolgelandschaft. Es erstreckt sich über etwa 5.000 Hektar vom Erikasee bei Laubusch über das Lugteich-Gebiet bis zum Spreetaler See.

1998 werden in der Muskauer Heide erstmals zwei Wölfe gesichtet. Im Jahr 2000 kamen in der Oberlausitz die ersten Welpen zur Welt.

In Neuhaus im Erzgebirge steht das erste Nussknackermuseum Europas und das weltweit größte. Das älteste Exemplar der Sammlung stammt aus dem 17. Jahrhundert. Vor dem Gebäude steht mit 3,86 Meter der weltgrößte funktionstüchtige Holznussknacker.

In Pulsnitz befindet sich die wohl bundesweit älteste Blaudruckwerkstatt.

Der "Tag der Sachsen" ist das größte Volks- und Heimatfest in Sachsen. Veranstalter und ideeller Träger ist das Kuratorium "Tag der Sachsen". Dieses konstituierte sich am 22. Februar 1992.

Ein "Sachsentag" in Dresden fand bereits vom 04. bis 06. Juli 1914 statt. Begründer und Organisator dieses Tages war Adolph Ziesche (Heimatschriftsteller und Vorsitzender des Bundes der Sächsischen Landsmannschaften).

 

WANN? WO? MASKOTTCHEN BESUCHER
02. - 04.09.2011 Kamenz Kami
03. - 05.09.2010 Ölsnitz Äquatorsteiger Karli 380.000
04. - 06.09.2009 Mittweida Löwe "Mitti" 320.000
05. - 07.09.2008 Grimma Muldenperle
07. - 09.09.2007 Reichenbach (Vogtl.) Turmi 300.000
01. - 03.09.2006 Marienberg Herzog Heinrich der Fromme 280.000
02. - 04.09.2005 Weißwasser Weisswass 270.000
03. - 05.09.2004 Döbeln Stiefelchen 400.000
05. - 07.09.2003 Sebnitz Lotte 255.000
06. - 08.09.2002 Döbeln Ausfall wegen Hochwassers
07. - 09.09.2001 Zittau Zwiebelchen 330.000
01. - 03.09.2000 Zwickau Schwan Robert 595.000
03. - 05.09.1999 Riesa 'Hören', 'Sehen', 'Weitersagen' 495.000
04. - 06.09.1998 Hoyerswerda 436.000
05. - 07.09.1997 Plauen 380.000
06. - 08.09.1996 Torgau 310.000
01. - 03.09.1995 Region Rochlitz 350.000
02. - 04.09.1994 Annaberg-Buchholz 330.000
03. - 05.09.1993 Görlitz 270.000
04. - 06.09.1992 Freiberg 250.000

Das Landessignet Sachsens (vom Landtag beschlossen im Mai 2004) wurde zum Jahresbeginn 2005 vom Freistaat frei gegeben. Es lehnt sich an das königliche Wappen an und zeigt das Wappenschild mit grünem Rautenkranz sowie der Aufschrift "Freistaat Sachsen".
Das Signet darf von jedermann genutzt werden.

Das bisherige königliche Sachsen-Wappen durfte seit 1990 nur in zwei Varianten (schlichte, gerade Form und barocke Form) offiziell verwendet werden. Für Firmen, Vereine, Verbände ... wurde ein stilisiertes, modernes Sachsen-Wappen als Signet angeboten. Bei privater Verwendung des offiziellen Staatswappens drohte eine Ordnungsgeld.

Das allgemeine Landessignet wurde im Januar 1993 beschlossen. Mit diesem konnte die Zugehörigkeit zum Freistaat Sachsen zum Ausdruck oder die Herkunft dokumentiert werden.
Dieses Signet kann neben dem oben abgebildeten neuen weiterhin verwendet werden.

 

Sachsen ist seit 1990 wieder ein FREISTAAT. Dieses im 19. Jahrhundert von Sprachpuristen eingeführte Synonym steht für "Republik" eines von monarchischer Herrschaft freien Staates.
In der Weimarer Republik (1919 - 1933) führten mehrere deutsche Länder diese Bezeichnung. Nur Bayern blieb nach dem Zweiten Weltkrieg bei dem Namenszusatz, der jedoch keine praktische Bedeutung hat. Thüringen führt seit 1993 als drittes Bundesland den Zusatz 'Freistaat'.
2008 startete erstmals der Aufruf

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Um den Dialekt zu pflegen und dem Verlust sächsischer Vokabeln entgegen zu wirken, sind Leser und Hörer aufgefordert, ihre Vorschläge einzureichen. Dabei prüft ein Germanistikprofessor die Worte auf ihren sächsischen Gehalt und Ursprung.
Eine promintente Jury wählt aus den Einsendungen das schönste und das bedrohte Wort des Jahres. Die Wahl zum Lieblingswort hingegen liegt in der Hand der Sachsen selbst, die darüber abstimmen können.


Das bedrohte Wort Das beliebteste Wort Das schönste Wort
Dieses Wort muss gerettet werden, da es nur noch selten in Gebrauch ist und auszusterben droht. Dieses Wort legen die Sachsen selbst fest.



        2011
         Über 3000 eingereichte Wörter standen zur Auswahl
 
- bedroht - - beliebt - schön -
HADERLUMP KATSCHN BOMFORZIONÖS
... Landstreicher


Der sprachliche Ursprung liegt im Althochdeutschen Hadara, dem Lappen. Der Haderlump ging selbst in Lumpen und war ein unehrenhafter und gesinnungsloser Mensch. Gleichzeitig galt er als gewitzer Schlingel, Schelm.
... laut oder schmatzend kauen

Gewählt mit 28,5 Prozent der Stimmen.

Platz 2: RÄNFT
Platz 3: DORHEEME
... großartig


Das Wort wurde von den Franzosen übernommen, die während der napoleonischen Kriege in Sachsen hausten. Es ist eine mundartliche Abwandlung von bonne force. (Wörtlich: gute Kraft, sinngemäß: stark, hervorragend)


        2010
         Über 3500 eingereichte Wörter standen zur Auswahl
 
- bedroht - - beliebt - schön -
DSCHIDSCHERIENGRIEN HORNZSCHE BÄBBELN
... giftgrün
... verwahrloste Behausung

... Fußball spielen


        2009
         Über 4000 eingereichte Wörter standen zur Auswahl
 
- bedroht - - beliebt - schön -
ASCH FÄRDSCH FISCHELANT
... große Schüssel

Früher war der Asch eine irdene Schüssel für Milch. Er hieß so, weil zuvor das Gefäß aus Eschenholz gedrechselt war.
... fertig

Gewählt mit 25.76 Prozent der Stimmen kommt das Wort ursprünglich vom Mittelhochdeutschen vertec und heißt eigentlich zur Fahrt bereit. Es symbolisiert die allgemeine Bedeutung bereit sein.
... aufgeweckt, gewandt

Das Wort klingt französisch und ist es ursprünglich auch. Es heißt vigilant, wachsam. Im Lateinischen erscheint diese Vokabel als vigilans.


        2008
         Über 3000 eingereichte Wörter standen zur Auswahl
 
- bedroht - - beliebt - schön -
LAWEDE NU MUDDLN
... etwas kaputt, wackelig

Das Attribut kommt ursprünglich vom Wort leibelösig, abgenutzt, altersschwach und gehört zu leiböhnig, was ohne Leben bedeutet.
... ja, jetzt

Das Wort bekam 22,83 Prozent der abgegebenen Stimmen. Es beruht auf dem Slawischen, den sprachlichen Ursprüngen des Landes. Neben 'ja' und allgemeiner Zustimmung wird NU auch als 'nun' verwendet.

Platz 2 für: DITSCHEN
Platz 3 für: PLAATSCH
... langsam arbeiten, sich beschäftigen

Die Jury entschied sich für dieses Wort, weil es eine Tätigkeit beschreibt, die nur die Sachsen kennen und das auf treffende Weise den Charakter der Sachsen beschreibt. Außerdem spricht es sich in seiner Lautfolge schön sächsisch.


 
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